zusammen

Freitag, 1. April 2016

ostern ist vorbei und ich habe das gefühl, dass es das erste von den alljährigen frühlingsfeiertagen war, das mir im gedächtnis bleiben wird. nicht, weil ich es nicht in meiner heimat verbracht habe, auch meine eltern haben die freien tage nicht zuhause verbracht.  sie sind zu uns nach leipzig gefahren und wir hatten ein super wochenende. mein papa hatte bis dato die wohnung noch nie gesehen, aber natürlich direkt gehandwerkert. als ich dann am samstagabend nach hause gekommen bin, nachdem wir tagsüber in der stadt unterwegs waren und abends gemeinsam gegessen haben, kam bei mir ein emotionales tief auf. ich habe die zeit einfach so genossen, weil wir endlich mal wieder ausgiebig gequatscht und vor allem, wie immer, viel gelacht haben. ich liebe meine eltern so sehr. und natürlich tu ich das schon immer, in allen lebenslagen, aber wenn man nicht mehr zuhause wohnt und die ersten schritte auf dem weg zum erwachsenwerden alleine geht, fühlt man das noch so viel intensiver. ich musste nachts im bett auf einmal anfangen zu schluchzen und wie wild zu weinen, da ich wusste, dass am nächsten tag der abschied ansteht. und ich glaube, es gibt kaum etwas, was ich mehr hasse als abschiede. sei es während der schulzeit jeden sonntag von meinem freund, weil man auf die nächste gemeinsame zeit erneute fünf tage voller stress und langeweile warte musste, um dann doch wieder nur einen bruchteil der woche zusammen verbringen zu können. noch von meiner besten freundin, die jetzt mehr als vierhundert kilometer von mir entfernt wohnt und welche ich zuvor bis nach neuseeland gehen lassen musste. ich bin praktisch vertraut mit den kalten fließen meines badezimmerbodens, auf denen ich regelmäßig heulend zusammengesackt bin. auch abschiede, die ausbleiben, weil menschen einfach so, unkrontollier- und hervorsagbar aus deinem leben verschwinden. es kann so viel so schnell passieren. und das jagt mir unheimliche angst ein. die worte "für immer" sind eine zwickmühle. da und weg. man wünscht sich das eine aus tiefstem herzen und verabscheut das andere ungemein. 
meine eltern sind alles für mich, weil sie dazu beigetragen haben, dass ich zu dem mädchen geworden bin, welches heute so ist, wie es ist. ich kann mich einfach zu hundert prozent mit ihnen identifizieren und bin stolz, sie meine mama und meinen papa nennen zu können. für mich ist das irgendwie immer noch ein wenig unvorstellbar, wie man sich so für einen anderen menschen aufopfern kann, wie es eltern für ihr kind tun. vielleicht, kann ich das auch erst nachfühlen, wenn ich eigene kinder habe. aber ich bin und bleibe eben immer ihr kleiner wurm. fleisch und blut - ist ja bekanntlich dicker als wasser. deswegen danke für alles, zuletzt für dieses grandiose wochenende, ich hab euch unendlich doll lieb. 
p.s. alles liebe zum achtzehnten hochzeitstag

Kommentare:

  1. ich weiß genau was du meinst, wirklich peachi :* mir geht es oft genau so

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  2. Und wir lieben Dich auch unendlich, weil Du genauso richtig bist, wie Du bist. Wir sind stolz, Dich als Tochter zu haben.💖😍😘 Wir freuen uns auf das nächste Wochenende bei Euch....Irgendwann...

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