gedankenkarussel: einlass ab 00:30 uhr

Sonntag, 23. Juli 2017

oh wow, der letzte post ist schon wieder fast zwei monate her. aber wenn ich so zurückdenke, hat das auch seine gründe und berechtigung. juli ist einfach prüfungszeit, und die war dieses semester wirklich nicht ohne. okay, IST nicht ohne, denn es ist leider noch lange nicht vorbei. vor mir liegen noch zwei hausarbeiten und ein portfolio. aber immerhin sind die klausuren und ein weiterer abgabetermin abgehackt. ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich anfang diesen jahres etwas bammel hatte, was den stress um die prüfungen betrifft. ich sah meinen stundenplan, notierte mir die prüfungsleistungen im überblick und dachte nur "oh fuck, was zur hölle soll das nur werden?". im laufe der wochen und monate versuchte ich immer mehr und mehr im voraus zu planen, was einer meiner spezialitäten ist. dazu gehört leider nicht nur das sorgfältige führen eines kalenders, sondern auch noch ein fader beigeschmack: ich finde nicht in den schlaf. ich kann mich an eine situation vor knapp einem monat erinnern, in der ich kurzfristig, schon im bett und einschlafbereit, davon erfuhr, dass wir übers wochenende nach hause fahren. ihr könnt euch denken, meinem kopf war egal, dass ich am nächsten  morgen arbeiten musste und nur noch knapp fünf stunden schlaf zur erholung hatte. mein gehirn hatte nur eines im sinn: planen - wann les ich das, wann komm ich dazu, das auszuarbeiten? das kann ein echter vorteil sein, aber eben nicht im gemütlichen bett zur späten stunde. irgendwann war ich eingeschlafen, stand am nächsten morgen seeehr früh auf und ich merkte im laufe des tages, mein körper rächt sich für gestrige denkaktion. aber es musste sein, sonst finde ich überhaupt keine ruhe. als ich tage später freunden und familie davon erzählte, wurde ich nur belächelt und bekam einen augenroller. aber nun ja, so bin ich eben und meistens bringt es mich im endeffekt auch entspannter ans ziel, auch wenn es mich für den moment viele wertvolle minuten schlaf kostet. deshalb kann ich auch sagen, dass sich die ganze angst anfang des semesters dann doch gelegt hat. klar wurde es stressig, das war abzusehen. aber mit stress kann man umgehen und mir war von beginn an bewusst, dass es ebenso machbar ist, wenn man sich dem stress nunmal hingibt und die arschbacken zusammenkneift. und mit genau diesem satz beruhige ich einmal im halben jahr meine omi, welche mich durch ihre bange ebenso halbjährig an den ernst des lebens und die herausforderungen, die es mit sich bringt, erinnert.

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